Die Strandräuberin von Ines Thorn

Seitenanzahl   352 Seiten
Verlag: Rütten & Loening
* Inhalt zum Buch *
 
 
Von Liebe und Meer
Sylt im Jahr 1711: Jördis lebt mit ihrer Großmutter auf Sylt, doch sie bleibt eine Außenseiterin, die sich als Strandräuberin durchschlagen muss. Ihre Vorfahren stammen aus Island, deshalb hängt sie noch dem alten nordischen Glauben an. Ihre einzige Gefährtin ist ausgerechnet die Tochter des Pfarrers, der Jördis für eine Hexe hält. Doch dann verlieben ihre Freundin Inge und sie sich in denselben Mann – und das Unglück nimmt seinen Lauf.
Es ist die Zeit der Walfänger und Strandräuber. Das Leben ist hart auf Sylt – besonders für Frauen, die sich alleine durchschlagen müssen. Seit dem Tod ihrer Eltern ist für Jördis die Kate ihrer Großmutter Etta in Rantum ihr karges Zuhause. Die beiden leben von Strandräuberei und davon, dass sie Syltern heimlich die Zukunft weissagen – mit ihrem Runenorakel, denn sie hängen dem alten nordischen Glauben an. Misstrauisch vom Pfarrer des Ortes beäugt, geht Jördis ausgerechnet mit dessen Tochter Inge eine Freundschaft ein. Als sie gesteht, dass sie in Arjen, den jungen Schmied, verliebt ist, zerbricht die Freundschaft, denn auch Inge hofft, dass Arjen ihr die Ehe anträgt. Doch der Schmied gesteht Jördis seine Liebe. Sie beschließen, vor dem nächsten Biikebrennen zu heiraten. Aber alles kommt anders, als in der Kirche ein Kreuz von der Decke fällt und ein heftiger Sturm die Insel heimsucht. Der Pfarrer findet sofort die Schuldigen: Jördis und ihre Großmutter sollen Hexen sein.
Dramatisch und schicksalhaft: der Kampf einer jungen Frau um ihr Glück.
* Meine Bewertung *
 
 
Ein historischer Roman über zwei junge Sylterinnen, die in denselben Mann verliebt sind. Die Eifersucht treibt einen Keil zwischen die beiden Freundinnen
Anfangs fragte ich mich lange, was denn der Titel mit dem Inhalt zu tun hat, denn das bleibt bis zur Hälfte des Buches auf der Strecke. Bis dahin liegt der Fokus auf der sich anbahnenden Entzweiung der beiden jungen Frauen. Der Klappentext verrät schon recht viel, so dass ich zwischendurch etwas ungeduldig wurde.
Inge ist eine Person, die mir durch ihre Entscheidungen schnell unsympathisch wurde. Zwar konnte ich das auch bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehen, aber letztlich straft sie sich damit selbst. Mit Jördis dagegen leidet man mit und wünscht ihr, auf irgendeine Art und Weise ihr Glück zu finden.
Dennoch hat mich das Buch zunehmend gefesselt und ließ sich flüssig lesen. »Die Walfängerin« gefiel mir einen deut besser und wer sich jetzt fragt, ob die beiden Bücher aufeinander aufbauen, dem kann ich versichern: Man kann sie unabhängig voneinander lesen
Man muss es einfach lieben <3
Cover 5*
Schreibstil 5*
Buch insgesamt 5*
https://www.amazon.de/dp/3352008981/ref=cm_cr_ryp_prd_ttl_sol_0